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Jubiläumsfahrt nach Finnland

20 Jahre Kontakt zur Berufsschule in Imatra

 7 Berufsschüler und ein begleitenden Lehrer der BBS II Gifhorn sind aus einem 14-tägigen Schüleraustausch aus der finnischen Schulpartnerstadt Imatra wieder zurück. Durch ihren Aufenthalt erwarben die Teilnehmer die europäische Zertifizierung, den „europass Mobilität“. Diese bescheinigt den Jugendlichen, dass sie besondere Schlüsselqualifikationen und Mobilitäten erworben haben, die in ihrer späteren Arbeitswelt erforderlich und gefragt sind.

Alle Schüler kamen aus unterschiedlichen Betrieben und Berufen aus den Landkreisen Celle und Gifhorn, absolvierten in ihrer beruflichen Ausrichtung ein Betriebspraktikum und konnten ein vertieftes Verständnis für Alltagsrealitäten, Arbeitsabläufe und soziale Umgangsformen gewinnen und machten wertvolle Erfahrung für ihr zukünftiges Leben.

Die BBS II organisiert die Schüleraustausche mit ihrer finnischen Partnerschule seit 20 Jahren, weil auf dem klassischen Bildungsweg nicht alle im gleichen Ausmaß erlernbare Qualifikationen möglich sind. 

Der Institutsrektor Hanno Varho würdigte an einem extra hierfür ach so typischen finnischen Abend mit verdienten Kollegen, um an die Entstehung der Kontakte und das für beide Seiten so erfolgreiche Konzept mit der größten Verlässlich- und Nachhaltigkeit und für die Menschen auf finnischer und deutscher Seite am tiefsten hineinreichende Verbindung zu erinnern.

Ebenfalls gehörten umfangreiche Erlebnis- und Besichtigungsprogramme dazu, unter anderen die einzelhöfige Lebensumstände im russisch-finnische und waldreichen Grenzverlauf in Pentillä, weitab von der städtischen Betriebsamkeit.

Durch die lange Fähr- und Autoanreise zur Partnerschule nach Imatra von Rostock nach Helsinki und dann durch die dünnbesiedelte Weite Finnlands, erfuhren die Schüler zum besseren Verständnis der finnischen Lebensumstände einen weiteren Programmpunkt des Schüleraustausches.

Dieser Schüleraustausch wurde von den Lehrern auf finnischer Seite von Sakke Haapiainen und auf deutscher Seite von Willi Scharf organisiert und begleitet.

Natürlich wollen die Finnen im nächsten Jahr zum Europatag kommen, denn sie warten in einem Gegenbesuch auf das Kennenlernen der Deutschen in Gifhorn. 

Willi Scharf

South Carelia Vocational Collage

Die Schule liegt in Südkarelien, in Südost Finnland nahe der russischen Grenze an dem schönen See SAIMAA. Die Standorte der Schule befinden sich in Imatra, Lappeenranta und Ruokolahti.

Es können an der Schule 28 verschiedene und kombinierte Abschlüsse erreicht werden. Insgesamt sind mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Die meisten Schüler besuchen die Schule nachdem sie ihre Grundschullaufbahn beendet haben. Dann sind sie etwa 16 Jahre alt.

Mit dem Abschluss können die Schüler die Universität besuchen oder eine praktische Berufsausbildung absolvieren. Diese werden als Bachelor und Master abgeschlossen.

Fünf Schüler der Klasse BFM-NR 06 des Schulversuchs "Technischer Assistent für die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe" besuchten im März 2008 die Schule in Imatra und absolvierten ein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Zahlreiche Betriebsbesichtigungen rundeten das Programm ab. Ein Ausflug führte an die russische Grenze.

 Von rechts Tobias Golombeck, Philip Schatz,  Julien Bühring, Dennis Gärtner, Jonas Tempel und Betreuer Jens Niemeyer.