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Siegfried Schilling von der Müllereipensionskasse zeichnet Martin Roelfes für besonders gute Leistungen mit einem Scheck von 500,-€ aus
Prüfungsausschussvorsitzender Hubertus Nitzschke schlägt mit drei Hammerschlägen die erfolgreichen Prüflinge zu Gesellen
Hans-Rainer Rohde zeichnet die zuverlässigen Schüler aus, die niemals gefehlt haben: Hauke Gaus, Heiko Stumpp, Martin Roelfes und Oliver Marsch
Abt. Leiter Hans-Rainer Rohde (l.) und Heinrich Jördens (m.) als Vertreter der Schulleitung mit den sieben Absolventen mit den besten Durchschnittsnoten: v.l. Juri Falk, Manuel Möckel, Steffen Zitzke, Mascha Garbers, Steffen Winterhoff, Marco Projahn und Martin Roelfes.
Das Abschlussfoto mit fast allen erfolgreichen neuen Müllern/Müllerinnen und den Offiziellen

Gesellenprüfung 2009

 

Die drei erfolgreichsten Absolventen des Jahrgangs 2009 in Wittingen:

Nr.

Name

Ausbildungsbetrieb

Durchschnittsnote

1.

Martin Roelfes

Deuka, Höltinghausen

1,0

2.

Marco Projahn

Bauk-Hof, Rosche

1,3

3.

Manuel Möckel

Kofu Tiernahrung, Neuss

1,8

 

Alle weiteren erfolgreichen Absolventen des 1. Jahrganges mit der Berufsbezeichnung:

„Müller (Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft/

Müllerin (Verfahrenstechnologin in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft)“

in der Reihenfolge der Prüfungsnummern:

Name

Ausbildungsbetrieb

Hauke Gaus

Erich Sack, Langelsheim

Matthias Gleißner

Thüringer MW, Weickelsdorf

Björn Jäger

Langhorst, Wassermühle Wunstorf

Andreas Prawel

Nordland Mühlen, Jarmen

Marcel Sommerkamp

Jäckering, Hamm

Heiko Stumpp

Nordgetreide, Lübeck

Sebastian Unger

Rätze-Mühle

Maik Behrens

Bruno Fehse

Juri Falk

Agravis Raiffeisen, Münster

Rene Pastorny

Fugema, Malchin

Paul Schüler

Fugema, Malchin

Jan Teunis

Raiffeisen Grenzland, Laar

Mascha Garbers

Goldene Mühle, Garrel

Andrea Böye

Hedwigsburger Okermühle

Christian Geistert

Magdeburger Mühlenwerke

Maik Hannel

Hedwigsburger Okermühle

Mark Pelz

Bohlsener Mühle, Bohlsen

Max Schmitz

Mühle Kottmann, Grevenbroich

Steffen Winterhoff

Diamant Mühle, Hamburg

Robert Gessing

UNA-Hakra, Hamburg

Steffen Kummer

Hamburger Leistungsfutter

Oliver Marsch

Deuka, Herzberg

Bernd Mersch

Raiffeisenbank Emsland Mitte

Steffen Zitzke

HaBeMa Futtermittel, Hamburg

 

 

 

 

 

 Text Rüdiger Lange

für das Isenhagener Kreisblatt

28 Pioniere der Müllerei

Beeindruckende Freisprechungsfeier in Rade

Wittingen/Rade (rl). Einer der ältesten Berufe der Welt ist heute zu einem Hightec-Job mutiert – der Müllerberuf. Das wurde am Donnerstagabend  in der „Rader Deele“ immer wieder deutlich. Dort erhielten 28 Absolventen der Wittinger Müllerschule nach drei Jahren  intensiver Ausbildung ihre Gesellenbriefe. Das Besondere diesmal: Es war der erste Jahrgang, der nach der neuen Ausbildungsordnung vom 1.8.2006 ausgebildet wurde und die Berufsbezeichnung Müller mit dem Zusatz „Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft“  trägt. „Ihr seid sozusagen die Pionier der neuen Müllerei“, sagte Andreas Bolte vom Verband Deutscher Mühlen. Bolte, Günter Neumann von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Gifhorns Landrätin Marion Lau und Wittingens Ortsbürgermeister Wolfgang Trautmann lobten die hohe Ausbildung an der Wittinger Müllerschule und dankten den Firmen für ihre Ausbildungsbereitschaft. Abteilungsleiter Hans-Rainer Rohde dankten dem Schulträger der Berufsbildenden Schulen II (BBS II) dem Landkreises Gifhorn, den unterstützenden Ausbildungsfirmen und dem engagierten Prüfungsausschuss, dem Haus Blume in Wittingen und dem Berliner Hof in Rade für die Unterkunft, Versorgung und Seelsorge während der Blockbeschulungszeiten. Alle Redner waren sich einig, dass der Müllerberuf trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Talfahrt ein Beruf mit Zukunft ist. „Der Bedarf an Fachkräften wie wir sie ausbilden ist riesig“, sagte Hans-Rainer Rohde. Ob in der Lebensmittelindustrie, Mischfutterwerken, in den klassischen Mühlen oder in vielen anderen Bereichen, es gibt mehr Bedarf, als Müller ausgebildet werden. Günter Neumann bot den neuen Gesellen Unterstützung bei der weiteren Ausbildung an. „Die Handwerkskammer vergibt Stipendien für ein Studium. Rufen sie uns an, dann können wir darüber sprechen“, sagte er. Prüfungsausschussvorsitzender Hubertus Nitzschke bezeichnete diesen Jahrgang als einen sehr guten Jahrgang. Nach drei Hammerschlägen und dem Ruf „Glück zu ihr jungen Müllersleut“ gab es dann die lang ersehnten Zeugnisse und Gesellenbriefe. Was wäre so eine Freisprechungsfeier ohne Auszeichnungen. Hans-Rainer Rohde ehrte die vier Schüler, die niemals gefehlt haben: Hauke Gaus, Heiko Stumpp, Oliver Marsch und Martin Roelfes. Heinrich Jördens von der BBSII Gifhorn ehrte die besten dieses Jahrganges: Martin Roelfes (1,0) von der Firma Deuka Höltinghausen, Marco Projahn (1,3) Firma Bauk-Hof Rosche und Manuel Möckel (1,8) Firma Kofu Neuss. Die drei konnten sich weiter über 500, 300 und 200 Euro freuen, die ihnen aufgrund ihrer sehr guten Leistungen Siegfried Schilling von der Müller-Pensionskasse überreichte. Die frisch gebackenen Gesellen dankten mit Präsentkörben ihren Lehrern Hans-Rainer Rohde, Thomas Becker und Jens Kersten. Die Festveranstaltung wurde immer wieder von Tatjana Neufeld am Klavier hervorragend musikalisch umrahmt. Die ehemalige Gifhornerin lebt heute in Berlin, studiert an der Hochschule für Musik in Leipzig und hat schon viele Auszeichnungen bei Klavierkonzerten errungen. Die Freisprechungsfeier endete mit einem vorzüglichen kalt-warmen Büffet. Übrigens gibt es in Deutschland nur zwei Müllerschulen, für den Süden in Stuttgart und für den Norden in Wittingen. Wer mehr über den Müllerberuf wissen möchte, sollte sich einfach mal mit Hans-Rainer Rohde, Tel. (05831) 378 oder Mail: muellerschule-wittingen@t-online.de, in Verbindung setzen. Infos gibt es aber auch unter www.bbs2-gifhorn.de