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Ausbildertagung des VDM
Am 3.9.2008 fand in der Aula der Müllerschule Wittingen die Ausbildertagung des Verbandes Deutscher Mühlen (VDM) statt. Nachdem die neue Ausbildungsordnung seit dem 1.8.2006 in Kraft trat, sah es der VDM als seine Aufgabe an, die Ausbildungsbetriebe über die neuen Regelungen zu informieren. 40 Ausbilder waren der Einladung gefolgt, um sich neben den Referaten auch in der Pause über den hohen Ausstattungsgrad der schulischen Demonstrationsmühle und des Labors zu informieren. Der Referent des VDM, RA Andreas Bolte, gab zunächst allgemeine Hinweise über die Rechte und Pflichten von Ausbildern und Auszubildenden in der Ausbildung. Der neue Rahmenlehrplan, der für die schulische Ausbildung gilt, wurde von OStR. Hans-Rainer Rohde vorgestellt. Dabei ging er insbesondere auf die neue Aufteilung der Fachkunde in Lernfelder und die Handlungsorientierung im Unterricht ein. Die Konsequenzen, die sich hieraus auf die Zwischen- und Gesellenprüfung ergeben, wurden anschließend von Dipl. Ing. und Müllermeister Hubertus Nitzschke erläutert. An einigen Beispielen zeigte er die an der Praxis orientierten Prüfungssituationen auf und stellte zum Schluß den stark verjüngten Prüfungsausschuss vor. Ein Beispiel einer sog. Verbundausbildung im Hamburger Raum stellte Müllermeister Rainer Witte vor. Dort kooperieren vier Ausbildungsbetriebe unterschiedlicher müllerischer Fachsparten in der Art, dass sie ihre Auszubildenden jeweils für ca. 2 Wochen austauschen, damit diese die Praxis der anderen Fachrichtung kennen lernen. Ein Beispiel das Schule machen sollte. Eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie auf freie Ausbildungsplätze aufmerksam gemacht werden kann, stellte Hans-Rainer Rohde vor. Zuvor machte er auf die große Bedeutung des Themas aufmerksam, wenn die Müllerei auch in Zukunft geeignetes Personal erhalten will. An Schaubildern zeigte er, dass sich die Anzahl der Absolventen allgemeinbildender Schulen in Zukunft drastisch reduzieren wird. Hinzu kommt, dass der Beruf "Müller" in der breiten Öffentlichkeit vollkommen unbekannt ist. Zum Schluss wies er auf den vom Förderverein herausgegebenen Leitfaden zur Auswahl geeigneter Auszubildender für den Ausbildungsberuf "Müller/Müllerin" hin, der zusätzlich nützliche Hinweise für das Einstellungsgespräch und viele Testbögen als Kopiervorlagen bietet. OStR. Georg Böttcher von der Deutschen Müllerschule Braunschweig (DMSB) stellte am Ende der Veranstaltung die Technikerausbildung für Müller vor. Er ging insbesondere auf die kompakte, vielseitige und moderne Konzeption dieser Ausbildungseinrichtung ein. Weiterhin stellte er einen neuen Schulversuch für Gymnasiasten vor, bei dem diese innerhalb von vier Jahren sowohl eine Ausbildung zum Müller und eine Technikerausbildung absolvieren können. Alles in Allem ein informativer Nachmittag für alle, die sich für Ausbildungsfragen in der Müllereibranche interessieren. |
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