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25 Jahre Müllerschule in Wittingen

Seit 25 Jahren hat die Abteilung „Müller“ der Berufsbildenden Schulen II in Gifhorn ihren Standort in Wittingen. Grund genug, dieses Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür zu begehen.

Viele Ausbilder, ehemalige und aktuelle Schüler, Eltern, Gäste aus Politik und Verwaltung der Stadt Wittingen und des Landkreises Gifhorn, Lehrer und Schüler der Deutschen Müllerschule Braunschweig, zahlreiche Vertreter von müllerischen Organisationen und Verbänden, Mühlenbetrieben und Sponsoren aus der müllerischen Wirtschaft und natürlich ein breites Publikum aus der Region sind der Einladung des Fördervereins der Müllerschule Wittingen e.V. gefolgt, um den Berufsschulstandort für die Müller und Müllerinnen des norddeutschen Raumes einmal zu besichtigen. Auch die ehemaligen Funktionsträger wie OKD a. D. Klaus Lembke, LRSD. a. D.  Wolfgang Helbig oder OStR. a. D. Christoph Bellin folgten der Einladung.

 

Abteilungsleiter Hans-Rainer Rohde benötigte ca. eine halbe Stunde, um alle Partner der Müllerschule vorzustellen. Das verband er jeweils mit einem Dank für die hervorragende Unterstützung der Schule von allen in den vergangenen 25 Jahren.

 

In seinen Grußworten bekräftigte der stellvertretende Landrat Werner Warnecke, die Müllerschule Wittingen auch weiterhin zu unterstützen und zu erhalten.

Der Schulleiter der BBS II Gifhorn OStD. Klaus Röhr bedankte sich hierfür beim Schulträger und lobte die Einrichtung des PC-Raumes, wodurch es mit Hilfe gesponserter Software möglich sein wird, die Produktion in einer Großmühle zu simulieren.

Henrich Fenner als ehemaliger Geschäftsführer des Nordwestdeutschen Müllerbundes und des Verbandes Deutscher Mühlen gratulierte den Kollegen der Müllerschule und wünschte ihnen eine erfolgreiche Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung.

Georg Böttcher, pädagogischer Leiter der Deutschen Müllerschule Braunschweig (DMSB), erinnerte sich an seine eigene Schulzeit als einer der ersten in Wittingen, überbrachte die Glückwünsche der DMSB und machte auf die vielen guten Berufsaussichten der Müller, erst recht nach einer erfolgreichen Weiterbildung als Meister oder Techniker, aufmerksam. „Investieren Sie weiter in die berufliche Bildung. Die Wirtschaft braucht gut ausgebildete Fachkräfte. Verfahrenstechnologen werden dringend überall gesucht!“

 

Rohde ließ dann 25 Jahre Müllerschule in Wort und Bild Revue passieren. Mit vielen Bildern schlug er den Bogen vom Umzug der Schule von Gifhorn nach Wittingen mit den verschiedenen Unterbringungsstandorten für die Schüler, über die Installation der Demonstrationsmühle und der ständigen Erweiterung durch den Schulträger, der  Mühlenverbände, Ausbildungsbetriebe und Zulieferbetriebe bis zur neuen Ausbildungsordnung. Diese hebt u. a. die Qualitätssicherung, Hygiene und Kundenorientierung weiter hervor und betont die betriebliche Kooperation bei der Ausbildung durch mehrere Ausbildungsbetriebe der unterschiedlichen Branchen innerhalb der Müllerei.

 

Schüler boten dem Laienpublikum drei  PowerPoint-Präsentationen, um die Unterschiede von Getreide-, Mischfutter- und Schälmüllerei zu demonstrieren.

 

Ehemalige Schüler demonstrierten dem staunenden Publikum die Produktion von Schokoflips mit dem Extruder und luden zur Verkostung ein. Essen und Trinken von müllerischen Produkten gab es reichlich! Neben Milchreis zur Sättigung oder Würstchen im Brötchen beteiligte sich die Privatbrauerei Wittingen mit einem Stand für „Wittinger Premium Bier“ und der Braumeister erklärte die Bierherstellung auf einem Stand „Vom Halm zum Glas“.

 

Überhaupt waren viele Mühlenbetriebe mit großem Engagement dabei, um ihre Produkte wie Brot, Backmischungen, Kekse, Müsli, Kuchen, Müsliriegel, Flips und Chips zu präsentieren und den vielen Besuchern gegen eine Spende anzubieten. Diese gesponserten Produkte brachten dem Förderverein der Müllerschule Wittingen e. V. notwendige Einnahmen.  Mit deren Hilfe können die polnischen Gäste aus Krajenka im Sep. 2008 mit  untergebracht und versorgt werden.

 

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von 4 jungen Saxophonspielerinnen und –spielern der Kreismusikschule Gifhorn. Die Besucher konnten sich am meisterhaften Spiel zwischen Klassik und Jazz erfreuen.

 

Das Müllerquiz war wohl etwas schwer. Nur drei Teilnehmer einer Wittinger Familie konnten alle 8 Fragen richtig beantworten und nahmen neben einem Warensortiment der anwesenden Firmen in der Schulmühle hergestelltes Sonnenblumenöl und Erdnussflips mit nach Hause.

 

Viele nutzten die Gelegenheit auch ganz einfach dazu, berufliche Wegbegleiter wieder zu treffen und gemeinsame Erinnerungen auszutauschen.

 

So hat auch diese Veranstaltung mit dazu beigetragen, die Wichtigkeit und die große Bandbreite der Müllerei in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.

 

 

 

 

Otto Behne, Hubertus Nitzschke und Klaus Röhr
Henrich Fenner und Karl Friedrich Robohm
Reinald Pottebaum und Karl Friedrich Robohm vor dem Stand der Fa. Peter Kölln
Wolgang Liedtke, Karl Friedrich Robohm und Klaus Röhr
Präsentationen der Okermühle, Hahne und Peter Kölln
Vor dem Haupteingang im Gespräch: Richard Klatt, Henrich Fenner, Hans-Joachim Dorn, Helmut Berndt und Otto Behne
Thomas Becker mit interessierten Besuchern bei der Mühlenbesichtigung
Jens Kersten mit Otto Behne und Helmut Berndt
Aufmerksame Zuhörer im Vortragssaal
Hans-Rainer Rohde bedankt sich bei Hubertus Nitzschke und Axel Schröder für die Glückwünsche und die Präsente
Vor dem Bierstand war immer etwas los
Gekonntes Saxophonspiel von Mitgliedern der Musikschule Gifhorn
Eine fleißige Helferin bei der Ausgabe "flüssiger Nahrung"
Jan Pierre Pigorsch und Alexander Giesbrecht freuen sich bei der Ausgabe von Würstchen im Brötchen