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Dachdecker/-in
Im Verlauf der Jahrtausende erfanden die Menschen eine Vielzahl von dachähnlichen Schutzbauten, um sich vor den Naturgewalten zu schützen. Daher gehört das Dachdeckerhandwerk zu den wichtigsten und ältesten Handwerksberufen. Im Zeitalter der modernen Bautechnik reicht die Bezeichnung „Dachdecker/in“ für das umfassende Aufgaben- und Arbeitsgebiet nicht mehr aus. Das Tätigkeitsspektrum des Dachdeckers umfasst heute weit mehr als nur Dächer decken. Er setzt seine Kenntnisse und Fertigkeiten bei verschiedenen Bauwerken – vom Keller bis zur Kirchturmspitze – ein. Der Beruf des Dachdeckers verbindet handwerkliches und gestalterisches Können mit aktivem Umweltschutz. Durch die vielfältigen Aufgaben und die Verarbeitung unterschiedlichster Werkstoffe sind die Tätigkeiten des Dachdeckers sehr abwechslungsreich. Mit traditionellen Werkstoffen (z.B. Schiefer) arbeitet der Dachdecker ebenso wie mit modernsten Materialien (z.B. Wärmedämmstoffen) und wendet zahlreiche technische Neuerungen an (z.B. Solartechnik).
Ausbildungsdauer: 3 Jahre Ausbildungsorte: Betrieb und Berufsschule
Im 2. und 3. Ausbildungsjahr gibt es nur noch einen Berufsschultag und vier Tage Ausbildung im Betrieb. Am Ende des 2. Ausbildungsjahr steht eine Zwischenprüfung. Es werden sowohl Theoriekenntnisse als auch praktische Fertigkeiten geprüft. Die Berufsausbildung wird abgeschlossen mit der Gesellenprüfung am Ende des 3. Ausbildungsjahres. Auch in der Gesellenprüfung werden Theoriekenntnisse und praktische Fertigkeiten geprüft. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung kann der Hauptschulabschluss oder Sek I-Realschulabschluss erreicht werden.
Der Berufsschulunterricht beinhaltet die berufsübergreifenden Fächer Deutsch, Politik, Sport und Religion sowie den Bereich der berufsbezogenen Fachtheorie. Lernen in der Berufsschule vollzieht sich grundsätzlich in Beziehung auf konkretes, berufliches Handeln. Guter Berufsschulunterricht schafft Lernsituationen, deren Bearbeitung und Bewältigung für die Berufsausübung bedeutsam sind.
Die Inhalte der berufsbezogenen Fachtheorie sind in Lernfeldern aufgegliedert. Diese Lernfelder stellen in sich abgeschlossene Lerneinheiten dar, die in Form von Noten ihren Niederschlag in den Berufsschulzeugnissen finden.
Im Einzelnen sieht die Gliederung der Lernfelder folgendermaßen aus:
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